Knotenkunde

Die folgenden Knoten werden bei den verschiedenen Bindetechniken benötigt.

Einfacher Knoten (Sackstich)

Beim einfachen Knoten wird das Tuch gekreuzt, durchgesteckt und festgezogen.

Kreuzknoten

Der Kreuzknoten ist ein achtförmiger Knoten, der aus zwei einfachen Knoten (Doppelknoten) besteht, bei dem der zweite Knoten spiegelverkehrt gebunden wird.

Dieser Knoten liegt flach an, drückt also nicht so schnell und ist einfach zu lockern, wenn die einzelnen Stofffalten nachgezogen werden müssen.

Jede Bindetechnik wird mit einem Kreuzknoten abgeschlossen.

Tipp! Bei vielen Bindemöglichkeiten wird die Mitte der Tuchlänge als Anhaltspunkt genommen. Um diesen Bereich schneller zu finden, kannst du je einen Faden an jeder Tuchkante der Mitte einnähen, so dass das Suchen erleichtert wird.

Wiege

Diese Technik kann bereits wenige Tage nach der Geburt angewendet werden, bis das Kind nicht mehr ausreichend Platz hat. Eine ideale Tragemöglichkeit um unauffällig zu stillen. Hierfür ist jede Tuchlänge verwendbar. Bei der „Wiege“ ist das Köpfchen des Kindes in Richtung Ihres Armes orientiert, über dessen Schulter das Tuch geführt wird. Du kannst dein Baby erst in das Tuch legen und dann mit dem Binden beginnen (A) oder das Tuch erst zu einer Schlaufe binden und dann das Baby hineinlegen (B).

Wiege (A)

  • Breite das Tuch über deinen Schoß im mittleren Teil aus und lege das Baby in Längsrichtung auf das Tuch.
  • Hebe dann Köpfchen und Schultern deines Kindes mit dem Tuch etwas an.
  • Das Tuchende, in dessen Richtung das Köpfchen liegt, zieht eine hilfsbereite Person über Ihre Schulter.
  • Das zweite Tuchende wird unter deinem anderen Arm hindurch nach hinten gezogen.
  • Auf dem Rücken werden die Enden mit einem Kreuzknoten verbunden.
  • Bevor der Knoten endgültig fest zusammengezogen wird, sind die einzelnen Stofffalten nun noch so nachzuziehen, dass das Tuch möglichst gleichmäßig und fest Ihr Kind umschließt.
  • Ziehe dann die eine oben liegende Tuchkante über die Schulter herunter.

Sitzt das Tuch einmal, kannst du es immer wieder verwenden. Ein erneutes nachziehen ist jedoch ab und zu erforderlich.

Wiege (B)

Wenn du das Tuch bindest und erst anschließend das Baby hineinlegen möchtest, dann

  • Lege das Tuch mittig über die ausgewählte Schulter und binde die beiden Enden an der gegenüberliegenden Taille mit einem Kreuzknoten zusammen.
  • Schiebe den Knoten nach hinten bis zur Wirbelsäule etwa in Schulterblatthöhe, damit er nicht drückt.
  • Lege nun dein Baby von der freien Schulter aus in das Tuch hinein (Rückenlage), bringe es dabei schon in eine an deinen Körper angepasste leichte seitliche Biegung.
  • Anschließend die Falten des Stoffes wieder nachziehen und eine Tuchkante über die Schulter herunterziehen.
  • Ob du das Baby lieber flach oder etwas steiler in dieser Trageart halten möchtest, kannst du mit dem mehr oder weniger Festziehen der Außen- und Innenkante des Tuches entscheiden.

Hüftsitz

Bei dieser seitlichen Tragevariante kannst du entscheiden, ob das Kind auf deiner linken oder rechten Hüfte sitzen soll. Besonders positiv ist diese Trageart für die Entwicklung der kindlichen Hüftgelenke. Das Kind hat hierbei mehr Blickfreiheit als bei einer frontalen Bindevariante, kann sich aber auch bei Bedarf schnell an den Körper des Tragenden kuscheln.

Das Kind sollte bei dieser Trageweise mindestens 6 Wochen alt sein.
Es sind alle Tuchlängen verwendbar.

  • Verschmäler das Tuch, indem du es beidseitig umschlägst.
  • Lege das Tuch über deine Schulter und verknote die beiden Enden locker in Taillenhöhe der gegenüberliegenden Seite miteinander mit einem Kreuzknoten. Das Tuch liegt somit diagonal über deinem Oberkörper.
  • Schiebe den Knoten nach hinten bis etwas unterhalb der Schulterblätter, so dass er nicht stört.
  • Setze nun dein Kind von oben in das Tuch, so dass es mit stark angehockten Beinen gut seitlich in deiner Taille sitzt. Das Tuch muss in die Kniekehlen des Kindes gezogen und auf dem Rücken so ausgebreitet werden, dass es, je nach Alter, die Schultern oder noch das Köpfchen mit umhüllt.
  • Halte dein Kind in dieser Position gut fest, während eine zweite Person die lockeren Stoffbahnen strafft und den Knoten auf Ihrem Rücken erst dann fest zuzieht, wenn dein Baby eng umhüllt ist.
  • Du kannst die äußere Tuchkante auf deiner Schulter über den Oberarm ziehen

Dieses fertig gebundene Tuch kannst du wieder benutzen, indem du es über deine Schulter legst, den Knoten richtig platzierst und dein Baby von oben in das Tuch hinein gleiten lässt oder du streifst das Tuch von oben über dein Kind, hebst es auf deine Hüfte und ziehst die untere Stoffkante bis in seine Kniekehlen.

Wickelkreuztrage

Diese Technik ist besonders für sehr kleine Babys geeignet. Dabei ist ein langes Tragetuch erforderlich. Bei sehr kleinen Babys ist es ratsam, das Tuch der Länge nach einmal zu halbieren, bevor das Binden beginnt.

  • Schlinge die Mitte des Tuches um den oberen Brust-Bauch-Bereich, wobei beide Tuchenden nach hinten geführt, dort gekreuzt (ohne verdrehen!) und über die Schultern zurück nach vorn gezogen und hängengelassen werden.
  • Lege dein Kind über eine Schulter und lasse es langsam von oben mit gestreckten Beinchen in Ihre Bauchbinde hineinrutschen und halte sie fest.
  • Die Spreiz- und Hockstellung wird beim Kind erreicht, wenn du von unten in das Tuch greifst und die Beinchen in die gewünschte Position bringst.
  • Ziehe die Stofffalten noch ein wenig nach, damit der Rücken- und Schulterbereich des Babys wirklich eng umspannt wird.
  • Ziehe das Tuch über das Köpfchen, bis alles einen guten Halt hat.
  • Die beiden Tuchenden, die seitlich neben dem Rücken deines Babys herunterhängen werden ausgebreitet, auf dem Rücken deines Kindes überkreuzt und jeweils unter einer Kniebeuge hindurch nach hinten und auf Ihrem Rücken verknotet.

Achte bei dieser Trageweise bitte auf den Abstand zwischen dem Köpfchen und deinem Kinn, der mit der Körpergröße deines Kindes verringert wird. Dieser Abstand bestimmt die genaue Lage der Brust- bzw. Bauchbinde. Bei kleineren Kindern kann die Mitte des Tuches direkt unter den Achseln angesetzt werden, bei größeren Kindern eher im Bauchbereich.

Rücken- oder Rucksacktrage

Diese Trageart ist ab ca. fünf Monaten zu empfehlen, manche Eltern tragen ihre Kinder auch noch mit zwei oder drei Jahren auf diese Weise.

  • Lege das Tuch mittig auf einen Sessel oder Bett, setze dein Kind so auf das Tuch, dass die obere Tuchkante bis zu den Schultern und die untere bis in die Kniekehlen reicht.
  • Nun setzt du dich mit deinem Rücken vor das Kind und führst die Tuchenden über deine Schultern.
  • Halte dein Kind mit einer Hand fest, nimm mit der anderen Hand die Tuchenden zusammen und ziehe dein Kind auf den Rücken, bis es über deine Schultern blicken kann. Prüfen, ob das Tuch bis in den Kniekehlen des Kindes reicht.
  • Die Tuchenden werden einzeln unter deinen Achseln hindurch nach hinten geführt, wie die Träger eines Rucksackes.
  • Bei einem kurzen Tuch werden die Tuchenden unterhalb des Pos mit dem Kreuzknoten verbunden
  • Bei einem längeren Tuch werden die Enden unterhalb des Pos gekreuzt, unter den Beinchen hindurch (um ein Einschnüren der Beinchen zu verhindern!) nach vorn gebunden und mit einem Kreuzknoten gesichert.
  • Jetzt kannst du dich aufrichten.

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